Wie entsteht ein Kalender - Teil 2 

Ein Foto aus der Redaktion mit Tanja Konrad, Sandra Ruff, Achim Natzeck.

Wie entsteht ein Kalender?

Von der Grafik in den Druck  - Teil II unserer Blogreihe

Im unserem ersten Teil unserer Blogreihe "Wie entsteht ein Kalender" (Titel:Trends erkennen - kreativ sein!) haben wir den kreativen Köpfen von WeingARTen bei der Kalendergestaltung über die Schulter geschaut. Sandra Ruff hat uns von dem spannenden Prozess erzählt, den jeder Kalender in seiner Entstehungsphase durchläuft – von der Auswahl der Themen und Bilder bis zu den ersten Layoutschritten. Dass eine Idee und eine Sammlung von Bildern aber noch keinen Kalender macht, nun, das sollte jedem klar sein, der die hochwertigen WeingARTen – Druckstücke einmal in Händen gehalten hat. 

Viele der WeingARTen – Kalender haben kein Standardkalendarium, sondern ein für den jeweiligen Kalender individuell gestaltetes. Das ist jedes Mal eine neue Herausforderung. "Die Gestaltung der Bilder ist das eine; aber unsere Kunden erwarten ja mehr von einem Kalender. Zusatzinfos, Texte, Erklärungen, passend zur Kalendergröße und zum Thema. Oder ein Schreibkalendarium, in dem man auch Notizen machen kann." Es gibt Kalender, bei denen steht das Bild so stark im Vordergrund, dass das Kalendarium nur als "Alibi" eingesetzt wird. Um dieses Zusammenspiel von Text und Bild richtig einschätzen zu können, sind gute Grafiker unverzichtbar, so Ruff. "Die Grafiker schaffen es, eine gewisse Distanz zum Bild zu bewahren. Das ist gerade bei der Teamarbeit – und nichts anderes ist die Gestaltung eines Kalenders – unheimlich wichtig. Wir diskutieren da oftmals sehr hitzig, aber Hauptsache, am Ende stimmt das Ergebnis. Man muss die Idee hinter dem Design begreifen." Ein gutes Beispiel dafür sei, so Ruff, die Gestaltung des "Corvux" - Rabenkalenders, der schon im letzten Blogpost vorgestellt wurde. Ein echtes kreatives Schmuckstück!

Corvus 2020Corvus 2020Corvus 2020

 

Ist das Layout fertig, geht es an die Materialabstimmung. "Viele Fotomotive, gerade im Lifestylebereich, sind ursprünglich kleinformatig für Magazine gedacht und nicht hochwertig genug für den Kalenderdruck. Man darf nicht vergessen: Manchmal sind die Bilder bis zu 120 Mal vergrößert! Da wird so ein Bild schnell man einen Meter breit.". Sind alle Daten in der notwendigen Qualität eingeholt und bereit, geht es weiter ins Atelier. Dort setzen die Grafiker Bilder und Kalendarien zusammen, bevor die Kalender für eine neue Korrekturrunde in die Redaktion kommen. "Wir gehen über die fertigen Kalender noch zweimal drüber: Passen Bilder und Kalendarien zusammen? Manchmal korrigiert man auch direkt im Bild – heute gibt es gute, technische Möglichkeiten, um Details zu bearbeiten, die stören, aber für das Bild nicht wichtig sind." Es gehe hier schließlich, so Ruff, um die Präsentation von idealen Welten, deren Ästhetik erfreuen soll.

Die finale Korrektur wird von Dritten übernommen, die den Kalender noch nicht gesehen haben. "Man wird einfach irgendwann betriebsblind!" Und vor der Drucksetzung gibt es noch einen Proof, also eine Art "Probedruck". "Da legen wir sehr viel Wert darauf, damit wir nötige Farbkorrekturen noch vornehmen können, bevor der Kalender in den Druck geht. Das kann dann noch einen Moment dauern – wir müssen dazu nämlich warten, bis das Wetter passt. Farbkorrekturen kann man nur bei gutem Wetter machen, oder vielmehr bei optimalen Lichtverhältnissen: Es darf weder zu hell noch zu dunkel sein. Das dauert manchmal seine Zeit!"

Parallel wird bei WeingARTen auch schon der Katalog für die kommende Saison vorbereitet: Die Grafiker rechnen die Druckdaten in ein kleineres Format herunter und verwenden die Abbildungen für die Präsentation. Die Kalender sind also in jeder Hinsicht durchgehend "in Arbeit"! 

"Für 2020 sind einige spannende Projekte in der Umsetzung. 'Die Majestät der Pferde', fotografiert von Wiebke Haas, 'Die Farben von Salz', fotografiert von Tom Hegen, Der Kalender 'Berge' mit schwarz-weiß-Fotografien von Art Wolfe. Oder auch die 'Welt der Bibliotheken', ein Fotokalender von Reinhard Görner mit literarischen Zitaten." All diese Kalender, sagt Sandra Ruff, sind abgestimmt auf die einzigartige Bildsprache von WeingARTen: Einzigartige Fotomotive in beeindruckenden Großformaten. Und die sollen natürlich auch als fertige Druckstücke perfekt wirken. 

Die Majestät der PferdeDie Farben von Salz

Es gehe hier schließlich um die Präsentation von idealen Welten, deren Ästhetik erfreuen soll!


"In dem Moment, wo die Daten an die Druckerei gehen, bekommen wir noch finale Blaupausen, um zu sehen, ob sich nicht doch noch irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat. Unsere Kalender sind bekannt dafür, dass sie sehr hochwertig sind – wir müssen und wollen gute Arbeit abliefern."

Welt der BibliothekenBerge


Und dann? Was ist es für ein Gefühl, wenn so ein "Mammutwerk" fertig auf dem Schreibtisch liegt? "Wir freuen uns jedes Mal, wenn der Dezember kommt, wir alles geschafft haben und schöne, neue WeingARTen – Kalender vor uns liegen. Das wird einfach niemals langweilig."


Lesen Sie auch den ersten Teil unserer kleinen Serie zum Thema "Wie entsteht ein Kalender"

Trends erkennen - kreativ sein!