WANN IST EIGENTLICH OSTERN? UND: WARUM IST DAS JEDES JAHR ANDERS?

Und, mit Verlaub: Was hat eigentlich der Osterhase mit der ganzen Geschichte zu tun?

Im vergangenen Jahr war Ostern um diese Zeit schon vorbei. Und nächstes Jahr wird Ostern eine Woche früher sein als dieses Jahr. Und 2021? Gute Frage, schnell beantwortet: Bibbern wir vielleicht wieder in den letzten Ausläufern des Winters beim Ostereiersuchen, da ist Ostern nämlich wieder Anfang April.


Der höchste christliche Feiertag, die Feier der Auferstehung Christi, fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum. Und das ist natürlich keinesfalls zufällig gewählt – sondern steht quasi in der Bibel. Im Neuen Testament wird überliefert, dass sich die Auferstehung Christi in den Tagen des jüdischen Pessachfestes ereignete, das immer im Frühling stattfindet. Auf dem Konzil in Nicäa, einberufen von Konstantin I zum Zwecke einer Einheit seines Reiches auch auf kirchlicher Ebene im Jahre 325, wurde das Datum des Osterfestes daher auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt.  Eine Rechnung, die im Großen und Ganzen auch heute noch angewendet wird – obwohl die Kalendersysteme mitnichten immer gleich funktioniert haben. Nur: Den gregorianischen und den julianischen Kalender und all ihre Veränderungen über die Zeit darzustellen, würde den Rahmen unseres Blogbeitrags sprengen …


Einigen wir uns also auf folgende Faustregel: Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Gezählt wird ab Frühlingsanfang am 21. März – bei einem Vollmondzyklus von bis zu 30 Tagen, in dem der erste Frühlingsvollmond zum Beispiel auf den 19. April fällt, kann Ostern demnach spätestens am 26. April sein. Wenn Sie also Spaß am Rechnen haben, werfen Sie doch einen Blick in unseren Mondkalender!


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Und wie, bitteschön, kommt jetzt die Geschichte mit den Hasen dazu? 

Tja, das ist gar nicht so einfach zu erklären - weil wir es schlichtweg nicht genau wissen! Man vermutet, dass die Fruchtbarkeit des Hasen in Verbindung mit dem Osterfest im Frühling die Fantasie christlicher Künstler schon in relativ frühen Darstellungen angeregt hat. Es gibt bemalte Ostereier, die drei Hasen mit miteinander verbundenen Ohren als Symbol der Dreieinigkeit zeigen. Vielleicht entstand durch diese bildliche Darstellung die Geschichte des Hasen als Ostereier - Lieferant. Vom Brauch, den Kindern die Geschichte des eierlegenden und, vor allem, Eier versteckenden Häschens zu erzählen, wird im 17. Jahrhundert in der Promotion des Frankfurter Arztes Johannes Richier zuerst gesprochen. Den Durchbruch hatte der Nager mit besonderen Osterkräften aber erst im 19. Jahrhundert, als Industriezucker erschwinglich und damit die Massenproduktion von Zucker- und Schokoladenhasen möglich wurde.


Und da gibt es freilich noch eine weitere charmante Geschichte: Die des missglückten Osterbrotes. Üblicherweise wurde an den Feiertagen traditionell ein Osterkuchen in Form eines Lamms gebacken - das aber einige Male im Ofen so verunglückt ist, dass die Form eher einem Hasen ähnelte…


Unser Osterhase - ein Missgeschick? Nun, jedenfalls eine heute lieb gewonnene Tradition. Und einfach zuckersüß zum Ansehen. Das ganze Jahr lang, wie man in unseren Hasenkalendern sehen kann!


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